Worte aus der hohlen Hand in die warme Luft zu blasen macht Spaß - ganz ohne Frage. Die Worte aber auf Papier zu fixieren, an Buchstaben und Deutungen herumzuzdrehen, Worte zu beugen und Phrasen zu verkrümmen, das ist harte Arbeit; doch das nennt man Kunst. Und Kunst darf kein Ziel haben.
Oder doch? Ohne Arbeit kommt man doch nirgends an! Aber was soll bitte das Ziel meines literarischen Schaffens sein? Moral in die Welt zu tragen?....ich bitte sie lieber Leser. Was für ein vermessener Anspruch! Wo kommen wir denn da hin!

Aber nehemn wir an, das Leben sei ein Projekt, das aus vielen kleinen Teilprojekten besteht, dann muss uns doch das finale Ziel klar vor Augen sein. Und dennoch können wir den Sinn des Lebens nur erahnen - so sind wir aber ziellos. Ziellos glücklich oder arm; ja nur das ist wichtig, denn im Leben spielt sich die wichtige Handlung in der Nebenrolle ab.

Deshalb heißt die große Weisheit:

 

"Reise ohne anzukommen, aber mit den richtigen Gefährten."

 

Deshalb schlage ich ihnen folgende Gefährten vor:

 

- die Kumpanen

- meine Texte

- und Musik 

Es folgt: Der feisste BLOG

Sa

23

Jul

2016

Kalte Sommererinnerungen an Finnland

 

 

 

Köhlis Reisekitsch

Yeahhhh

Bisher war ich an vielen Orten - was eine realtive Betrachtung ist. Jedenfalls hielt ich bisher ein Reisetagebuch oder irgendetwas in der Art für unbequem. Fundstücke auf der Festplatte sind aber im Nachhinein gar nicht so schlecht. Villeicht ändere ich meine Meinung über Reisetagebücher grundlegend.

 

Wortfitzelchen Nummer 1

Ich war schon in Bordeaux, Barcelona, Rom, London, Paris, Camailore, Berlin, Riga, Hamburg, Hannover, Friedrichskoog… also nichts Großes mit kapitalen Lettern - viel mehr war es nicht.

Fitzelchen Nummer 2

Dieses Mal ist es der 18.03.13 und ich sitze in Finnland!!! Es hat ca. -13°C im Durchschnitt und ich fühle mich wohl. Hier regnet es nicht, hier liegen mindestens 3 Meter Schnee. "Home sweet home", wie schön ist es im Warmen, in Norddeutschland (Haha). Gerade geht hier die Polarnacht zur Neige. Die Wälder bestehen aus vielen Birken und Kief(f)ern, im Finnischen ICE, der in Wahrheit einen sonor itonierten Namen besitzt, kann man 2,5 h Zug für 22€ fahren (als Student) und es gibt freies WIFI [das ist bei der DB 2016 nicht state-of-the-art]. Die Schaffner bestehen in Finnland nicht mal darauf eine Studienbescheinigung bei der Kontrolle zu sehen. Sie vertrauen allen bedingungslos. Ist das Dummheit, schafsköpfige Naivität oder einfach nur ehrliches Vertrauen?

Fitzelchen Nummer 3

Vertrauen. Hier gibt es keine Spinde hier gibt es selten Schlösser. Weder an Türen noch an Spinden, noch in den Wäldern. Alle legen ihre Klamotten am Eingang der Uni an der Garderobe ab: Alles! Ski, Gepäck, egal, hier wird nichts gestohlen…

Das mag auch damit zusammenhängen, dass, wer hier was klaut und abhauen will einfach nicht die Chance hat zu entkommen - um die Städte drumrum gibt es nämlich nichts außer Wildnis und meterhohen Schnee mit düsterner Polarnacht. Eiszapfen züchten ist mein liebstes Hobby hier.

Fitzelchen Nummer 4

Begeisternd ist, dass es hier auf den Straßen Eis hat :-) Nicht so ein bisschen Eis, sondern ca. 25 cm dicke brachiale Eisplatten. Die Finnen fahren trotzdem mit Vollgas, aber mit richtigen Winterreifen. Mit Stahlspikes besetzte Reifen, die jedem deutschen Ralleyfahrer blass vor Neid werden lassen würde.

"Die Russen fahren auch mit Vollgas, auch mit Winterreifen, aber ohne Bremsen", sagen die Finnen - oder mit runden Spikes. Die sind keine Europäer - die können das.

Fitzelchen Nummer 5

Man sollte nie schnell vor einem russischen Auto über die Straße. Man weiß nie, welchen Reifenstandart das Auto hat. Meist keinen. Der Russe ist einer der Birken liebt - aber nicht hinter der Kurve.

Fitzelchen Nummer 6

Was man in der Eiswüste so erleben kann? Naja ich war gerade in Lappeenranta (den Namen kann man noch ganz gut aussprechen) das liegt am größten See Finnlands (Saimaa) dort kann man Eisangeln…und (Ski)lang( )laufen…und Nordlichter sehen...und in der Uni lernen und sich freuen, dass es warm ist.

Ja und die Finnen trinken unglaublich viel Milch, obwohl ich keine einzige Kuh gesehen hab. Ich glaube sie machen die Milch aus Schnee, denn sie hat nur in den seltensten Fällen mehr als 3% Fettanteil. Vielleicht liegt das aber auch dran, dass es nur so wenige Kühe gibt. Wenig Milch in viel Wasser, das ist wie Finnland - wenig Menschen auf viel Land.

Fitzelchen Nummer 7

Finnen reden nicht viel, wenn sie nicht betrunken sind. Russen dafür viel mehr und die Franzosen erst. Keinen Plan was die Franzosen hier oben machen. Finnisch und Englisch sind für die eine Marter. Hinzu kommt, die Franzosen und die Spanier leiden unter akutem Grasmangel. So gesehen ist Erasmus eine gute Sache. Harter Entzug.

Ein Gramm für 25 €, ergaben meine Erkundigungen - dafür hat der illegale Vodka von der Russischen Grenze 80%.

Fitzelchen Nummer 8

Nordischen Skiweltcup in Lahti. 80% russischer Vorlauf zwirbeln trotz -30°C ganz schön. Russicher Vodka ist billig und gut. Man singt viel (mehr)... wir mussten uns immer die Kälte vertreiben. Die Weitsprungschanze ist an einen Berg in ein schattiges Loch gebaut. Da kommt einem die Erkenntis, dass es auch bei -30 Grad scheinbar ein Unterschied ist, im Schaten zu stehen oder in der Sonne.

Im Loch unten bei der Schanze waren folglich nur die gang, ganz hart(en) besoffenen Finnen.

 

Over und out. Tagtraum vorbei.

Ein Schmuddelbucheintrag mehr.

Schönes Wochenende.

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Sa

02

Jul

2016

Shit Happens - oder - vermessen

 

Für die hinkende Katze meines prügelnden Nachbarn!

 

Bild: Sebastian Köhli
Bild: Sebastian Köhli

Was wir mögen, juckt keinen anderen.
Was einer weiß, soll er gefälligst für sich behalten.
Was wir Menschlinge tun, interessiert das Weltall einen Scheiß.

Um bei der Wahrheit zu bleiben. Die gesamte Welt begeht laufend Fehler, die Erde und unsere Wissenschaft basiert auf einem falschen Maß. Denn im Universum gilt kein Meter und kein Zoll, kein Inch und kein sonst noch so dämliches Maß. Im Weltall gilt nur eine Konstante: das Licht.

Doch auch das Licht ist noch der Schwerkraft unterworfen. Die Schwerkraft krümmt es und somit Zeit und Raum. Am Ende dieser Theorie wartet gähnend ein schwarzes Loch, umgeben von einer glühenden Gaswolke.

In einem schwarzen Loch endet unser Wissenshorizont. An diesem Punkt fängt Gott an. Vielleicht wohnt er dort. In einem schwarzen Loch. Am Ende der Welt? Oder mitten unter uns?


Ich kenne schwarze Löcher, die Raum und Zeit fressen. Orte des Unsinns und der sinnigen Erfüllung. Göttliche Orte. Wenn wir in diesem Universum schon nicht richtig Maß nehmen können, dann messe ich doch lieber bewusst mit falschem Maßstab.

 

Ich messe mein Leben in Spaß, Niederlagen und Erfüllung.

Millimeter, Zentimeter und Meter bleiben den Erbsenzählern vorbehalten.

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Do

30

Jun

2016

Was ich gebe

Seit August ist einige Zeit vergangen. Ich dachte wer groß schwätzt, der muss dem auch Taten folgen lassen.

Jetzt liegen diese Taten vor. Niedergeschrieben als mein erster Roman.

 

In 400 Seiten Rohskript; für gut befunden vom Kladdebuchverlag und folglich im Crowdfunding gelandet.

Jetzt wollen wir mal sehen, wie viel Macht die Masse hat, ohne dass große Verlage viel Werbetrommel wie belämmert rühren.

 

Noch bin ich da ja skeptisch. Meine Erfahrung: "Trotzdem, dass wir Werbung hassen und jederzeit ausschalten, begegnet sie uns überall. Werbung ist eines der mächtigsten Instrumente unserer Zeit, dagegen kommt wenig an!"

 

Ein mit einem Hoffnungsschimmer versehener Himmel. Lasst uns die Wolken vertreiben.
Ein mit einem Hoffnungsschimmer versehener Himmel. Lasst uns die Wolken vertreiben.

Ein Crowdfunding muss gefundet werden!

Aber vielleicht sind wir ja mehr als wir denken, stärker als wir denken, größer als wir denken. Hoffnung.

 

Das gilt es also zu beweisen. Den amerikanischen Traum leben. Phönix sein. Einen Traum mit Leben füllen, statt mit Hoffnung.

 

Was man zu geben bereit ist. Ich habe euch gegeben, ein Buch über Europa's Flüchltlinge - und es ist nicht was ihr denkt, das verspreche ich euch. Es ist nicht links und nichts rechts, es ist einfach nur gerade heraus.

 

Klickt auf das Bild, dann gelangt ihr zum Crowdfuning, oder nehmt den Textlink hier quer durch's Web zu startnext.

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Mo

17

Aug

2015

Flüchtlinge - und was man zu geben bereit ist!

Gestern bekam ich aus wohlbekanntem Mund beim philosophisch aktuellen Diskurs einen selten weisen Satz zu hören: "Die Flüchtlingsdebatte hängt mir zum Hals raus - aber sie ist unsere Chance die Gesellschaft neu zu definieren."

So kann ich diesen Punkt nur unterstreichen.

Wenn wir mit dieser Definition fertig sind, werden wir unsere Werte und unsere Moral besser kennen. Dann werden wir wissen wen wir erschießen oder in unser Land hinein lassen. Am Ende werden sich viel mehr Menschen klar darüber sein, was sie zu geben bereit sind - und zwar nicht nur Geld!


Danke Martin

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So

19

Jul

2015

Warum es einfacher ist traurige Geschichten zu schreiben

Liebe Crowd, herrliche meinungslose weite des Netzes,

hier wieder ein paar Worte ins Off gebrüllt.


Die großen Fragen der Welt beschäftigen mich mehr und mehr.

Warum es einfacher scheint traurige Geschichten zu schreiben als Glückliche?!


Ich glaube es liegt daran, dass wir mehr Zugang zu Zweifel, Trauer, Kritik und Misslingen haben; Wir haben per se weniger glückliche Momente im Leben.


Und so ist es erschreckend festzustellen:

Aufbauen ist gradlinig, neu, unnatürlich, klar und unspektakulär.

Der Zerfall ist der normale Weg; er ist begeisternd, unvorhersehbar, spannend, er steckt voller Überraschungen ungeplante, er ist wie das Leben und ist deshalb so lebenswert.


Es ist schade, aber wer von sich aus wenig Glücklichkeit in seiner Persönlichkeit hat, scheint sie nie erreichen zu können.

Der Unglücklichste ist der, der nicht geboren sein will, aber nicht den Mumm hat sich das Leben zu nehmen und denen die Welt zu überlassen, die wenigstens ein bisschen Erfüllung in ihr finden.....


Alles ist nichtig! Alles ist eitel! Und doch ist es nunmal!

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Do

28

Mai

2015

Neues im Postfach

Es kündigt sich Neues an!

Eine neue kleine Anthologie des Brot & Kunst Verlags wird erscheinen und ich werde da auch einen Beitrag drinnen haben!

Seid gespannt!

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Do

07

Mai

2015

Wieder zuhause

Schule ist eine tröge Sache und legt Grundsteine für das Leben.

Jeder Schüler kann das bestätigen, kein Leherer wird es verneinen. Jesper war sich der Sache absolut sicher, aber wusste nicht was er dagegen machen sollte. Deshalb nahm er sich den Ersten Rat zu Herzen, der ihn aus dieser Bildungsanstalt herausführte. Keep it simpel an short "K:I:S:S:", er gab Gas und zog es durch mit 29 war er reich berühmt und sexy. Und warum sollte man das nicht auch im Leben tun, was man in der Schule lernt?

Ganz einfach, weil man viel zu viel vom Leben übrig hat, wenn man sofort alles erreicht hat.

Jesper sprang deshalb mit 29,786 Jahren vom Dach eines Hochhauses in New York, unter seinen Füßen war sein Penthouse. Sonia lag noch im Bett. Sie sah ihn am Fenster herunterfallen, packte ihre Sachen und flüchtete sich zu ihrem Exfreund, der einige Etagen tiefer wohnte. Eigentlich im Keller.

Er fragte, warum sie zurückgekommen sei. Ihre Antwort war kurz und knapp:

"Leben heißt Lernen und wer lernt, verzeiht. Ich fühle mich sicherer auf bei dir. Wenn ich hier falle, dann kannst du mich noch fangen."

Glücklich stieg er in sienen Blaumann, gab ihr einen Kuss auf die Wange und fragte sich, mit was er diese Frau verdient hatte. Er schloss ide Türe hinter sich und ging die Straße fegen.

 

Liebe Crowd - lebt euer Leben lang und abwechslungsreich. Setzt Microziele in der nahen Zukunft, sie machen euch glücklich. Träume sind schön, aber nur wenn man sie nicht zu früh erreicht.

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Mi

11

Mär

2015

Neues vom Jobkarusell

Liebe Leser und Nichtleser,


gerade dreht sich das Jobkarusell wie ein irrwitziger Clown auf einer Drehwahlscheibe.

Leider hat mich das Glückszehntel auserkoren, sodass ich seit Weihnachten weniger Zeit zum Bloggen als zum "Richtig hart arbeiten" habe.

Was schön ist kostet Freiheit, aber da ich nebenbei auch an der nächsten Langtextfassung sitze,.....

.....die Nacht hat auch nur (noch) zwölf Stunden.


Von daher gibt's weniger auf dem Blog.

Dafür mehr zum Anfassen :-)

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Schreiben, lesen, gegenlesen, ändern und wieder drüberlesen........

Bis so ein paar kleine Kurzgeschichten entstanden sind braucht es manchmal lange. Aber keiner hat gesagt, dass man das Werk dann auch noch in eine lesergerechte Form bringen muss!

Und somit sitzte ich nun an einem in meinem Kopf schon fertigen Werk und arbeite immer und immer wieder darüber.

 

Leider ist es nunmal so: Der Kopf ist schneller als die Hand. Und trotzdem ist es besser nicht zu denken, wenn man schreibt!

 

So long, hier eine kleine Leseprobe:

 

Und da hörte Wladyslaw zum ersten Mal seit Jahren wieder das Gras, ganz leise und sacht wachsen. Er schaute sich um, keiner rührte sich, Wladyslaw genoss die Stille. Als der erste Soldat sich räusperte zog Wladyslaw seinen Revolver und schoss dem Soldaten mitten in den Mund.

Keiner rührte sich, Wladyslaw setzte sich und er genoss es!

Ein Vogel landete vor ihm, schaute in die Augen des Generals wie in einen Lauf eine Pistole. Doch hatte der Vogel noch nicht einmal einen Gedanken an den Tod verschwendet, als er schon nicht mehr existierte.

Und Wladyslaw genoss es!

Sein einziger Vorgesetzter kam um eine Rechtfertigung von ihm zu bekommen, doch Wladyslaw erschoss ihn!

Am Abend standen noch zwei Soldaten auf der Wiese, stets in Achtung vor ihm, Haltung bewahrend, keiner hatte den Mut zu seiner Waffe zu greifen und Wladyslaw morden ein Ende zu bereiten.

Am nächsten Morgen ging Wladyslaw nach Hause.

 

Fei(s)ste Worte

Feisste Worte war mein erstes Buch. Dazu entstand der Blog, mehr Recht als Schlecht gepflegt. Ein Ort der Krakelei. Der Erfüllung. Ein Ort vieler Punkte. Mit Kommas habe ich es nicht so.

 

 

In dem Sinne. Arbeiten Sie weniger und lesen Sie mehr. Die Wahrscheinlichkeit, dass Lesen sie glücklich macht ist deutlich höher.

 

Feisste Worte

Zehn kurze sozial- und politikkritische Geschichten; Unterhaltsam und groß geschrieben.

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Die Kurzprosa Anthologie

Eine Buch mit kurzen Texten von Freunden und mir.

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